Grenzenlos

 

Wenn

Kondensstreifen

Wie Würmer

Über den Himmel kriechen

 

Sich wühlen

Durch das Blau der Unendlichkeit

 

Haltlos

 

Will springen

Will fliegen

 

Loslassen

 

Eintauchen

In die Weite

 

Grenzenlos

 

 

 

 

 

 

 

Sommerduft

 

Brummend

 

Springt Gras

Aus dem Rasenmäher

 

Spritzt

Pfützengleich

Um sich.

 

Grüne Sprenkel

 

Plattgetreten

Von Groben Füßen

Bevor die Harke kämmt.

 

Neue Frisur

Für das Erdenhaupt. 

 

 

Ich bin

 

Barfuß

durch den weichen Sand.

 

Das Kribbeln spüren.

Mich erden.

 

Ich fühle mich.

 

 

 

frei

 

Mich fallen lassen

zwischen Jetzt und Gleich.

 

Angekommen

tief in mir.

 

Alles fließt hinein.

 

Nur Ich sein.

 

 

 

Naturgemälde

 

Am Himmel

 

Blau in Weiß

Weiß in Blau

 

Vereint

 

Wolken verwischen

 

Zarte Finger

Recken sich vom Erdboden hinauf

Tanzen im Sonnenschein

 

Ein Vogel

Hingetupft

Durchfliegt dieses

Naturgemälde

 

Singt Lebensatem

In die Stille

 

In mir

Frieden

 

 

 

Zu zweit allein

 

Gemeinsam gehen wir des Weges,

ein jeder für sich, bei sich allein,

 

wie schön doch wär' ein Gespräch, ein reges,

ein Stück einmal zu zweit zu sein.

 

Wir hätten so vieles uns zu sagen,

nahtlos schweigen wir uns an.

 

Ich wusste nicht, dass Stille

zuweilen so laut schreien kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

dazwischen

 

Der Himmel wirft ein seltsames Muster

aus Wolken und Nichts.

 

Dazwischen

 

treiben Sehnsüchte

durch die Unendlichkeit.

 

 

 


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Kommentare: 1
  • #1

    Anna (Dienstag, 30 Juni 2015 07:21)

    Ich könnte weinen, wenn ich diese Gedichte lese. Sie treffen in mein Herz und berühren mich sehr.